Ticket to Rockstars im Climbmax Stuttgart

Am Samstag, den 11. Juli lädt das Climbmax Stuttgart gemeinsam mit adidas zu einer Boulder Jam der besonderen Art ein – bei „Ticket to Rockstars“ können die Sieger eine Einladung zum adidas ROCKSTARS Invitational inklusive Übernachtung im Athletenhotel gewinnen und als Athlet im Profifeld ein ganzes Wochenende mit den Stars der internationalen Boulderszene verbringen.

Auch weniger ambitionierte Kletterer, die einfach nur Spaß daran haben, mit Gleichgesinnten an cool geschraubten Problemen zu bouldern, sollten sich den 11. Juli dick im Kalender anstreichen, denn die Teilnahme an „Ticket to Rockstars“ ist kostenlos. Die Boulder für die Jam Session werden von den adidas ROCKSTARS Routenbauern Manuel Hassler und Felix Buchmann gesetzt. Und DJ Chainsaw, der im September die Porsche-Arena rockt, ist ebenfalls mit am Start und sorgt für den richtigen Sound. Für die Plätze 2 bis 5 gibt es tolle Sachpreise zu gewinnen und auch Zuschauer können bei diversen Fun-Wettbewerben wie Kraftmessen, Biertisch-Bouldern oder einem Dyno-Contest ihren sportlichen Ehrgeiz wecken.

 

Teilnahmebedingungen: Mindestalter 14 Jahre (unter 18 Jahren schriftliche Einverständniserklärung der Eltern/ Erziehungsberechtigten erforderlich)

Format: Jam Session

Termin: Samstag, 11. Juli 2015

Maximale Teilnehmerzahl: 100

Anmeldung: online unter adidas-rockstars.com bis Freitag, 10. Juli mit Wahlmöglichkeit der Startgruppe

Nachmeldungen: Samstag, 11. Juli, 10:00 – 11:00 Uhr im Climbmax

Ort: Climbmax Kletterwelt, Stammheimer Straße 41, 70435 Stuttgart

 

Zeitplan:

10:00 – 11:00     Nachmeldungen

12:00 – 14:00     Startgruppe Herren 1

14:00 – 14:30     Pause

14:30 – 16:00     Startgruppe Damen

16:00 – 16:30     Pause

16:30 – 18:30     Startgruppe Herren 2

18:30 – 19:00     Pause

19:00 – 20:30     Finale

20:30        Siegerehrung
Weitere Informationen unter climbmax.de und adidas-rockstars.com

Deep Water Soloing: Die besten Spots in Europa

[quote_colored name=”” icon_quote=”no”] Nur du und der Fels. Kein Gurt, kein Seil. Kein Sicherungspartner. Dafür 10 Meter Höhe. Deine Muskeln brennen. Deine Finger zittern bereits. Und dann verlierst du den Halt, rutschst ab und fällst – auf eine überdimensionale Bouldermatte: Ins tiefe Wasser. [/quote_colored]

Willkommen beim Deep Water Soloing (DWS), das Free-Solo-Klettern über tiefem Wasser (manchmal See, meistens Meer oder bei einem Wettkampf gerne auch mal ein künstliches Wasserbecken). Auch Psycho Bouldering oder Psicobloc genannt. Zu Recht, denn die Nerven spielen bei Klippen mit bis zu 25 Metern Höhe eine nicht ganz unwichtige Rolle.

Deep Water Soloing wird schon seit Ende der 70er praktiziert, aber spätestens seit Chris Sharmas legendärer Aktion ist Deep Water Soloing in aller Munde: Im Sommer 2006 gelang ihm eines der wohl weltweit schwersten Deep Water Solos, die Begehung von „Es Pontas“ an einem Felsbogen im Süden Mallorcas. An der als 9a+ geschätzten Route haben sich seitdem zahlreiche namhafte Kletterer versucht – vergeblich.

Einen kleinen Eindruck davon gibt’s hier:

Wie gefährlich ist Deep Water Soloing?

Deep Water Soloing ist – entgegen vieler Annahmen – nicht ganz ungefährlich, und was im ersten Moment vielleicht einfach klingt, ist jedoch nichts für absolute Boulder-Anfänger. Die ersten Boulder im Bereich Fb6c (UIAA 7/7+) sollte man bereits gewuppt haben, bevor man sich ans DWS wagt, sonst kann es schnell ungemütlich werden.

Und auch erfahrene Boulderer sollten Deep Water Soloing keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, die kann man sich nämlich auch schnell mal auskugeln. Eine große Gefahr ist das Touchieren der Wand im Falle eines unerwarteten Sturzes. Klar ist: Desto überhängender die Wand, desto geringer diese Gefahr. Je überhängender jedoch die Wand, desto höher – meistens – auch der Schwierigkeitsgrad. Und bei unkontrollierten Stürzen erhöht sich die Gefahr, ungünstig auf der Wasseroberfläche aufzuprallen. Die ist dann auf einmal gar nicht mehr so weich… Zudem besteht die Gefahr, sich an (auf den ersten Blick nicht sichtbaren) Felsen unter Wasser ernsthaft zu verletzen oder gar zu ertrinken, weil die Strömung falsch eingeschätzt wurde.

Wer jedoch mit der nötigen Umsicht (die man beim Klettern sowieso immer im Gepäck haben sollte) an die Sache ran geht, sein Können realistisch einschätzt und sich entsprechend vorbereitet, der wird beim Deep Water Soloing eine Menge Spaß haben.

Deep Water Soloing in Europa

Genug erhobener Zeigefinger. Wo geht’s denn jetzt zu den besten Spots in Europa?

Mallorca
Als europäisches Mekka für Deep Water Soloing gilt zu Recht Mallorca. Die Balearen-Insel bietet unzählige Spots, da dürfte für jeden Anspruch und jedes Level einer dabei sein. Im Süden gibt es neben dem bereits genannten „Es Pontas“ zahlreiche weitere Felsenhöhlen, die jedoch nur erfahrenen Kletterern zu empfehlen sind.
Der Osten Mallorcas wartet mit Porto Christo und seinen extrem überhängenden Felsen und hohen Klippen ebenfalls auf erfahrene Kletterer, aber auch für Neulinge findet sich die ein oder andere Route im 6/7er Bereich.
Etwas südlich liegen die Gebiete Cala Barques und Cala Mitjana, ebenfalls tolle Deep Water Soloing Spots.
Im Nordwesten hingegen (ca 70 Kilometer entfernt von Palma) liegt die Bucht von Sa Calobra, hier sollte man auf jeden Fall ein Boot mitnehmen.

Mehr Infos: 
www.dwsworld.com | www.rockfax.com

 

Auch wenn Mallorca seine Krone als europäisches DWS-Hauptquartier zu Recht trägt – auch andere Mütter haben schöne Töchter:

Kroatien
In Kroatien lassen sich Kletter- und Badeurlaub wunderbar verbinden und vor allem Istrien bietet eine ganze Menge wunderschöner Spots. So zum Beispiel in der Umgebung von Rovinj, hier warten einige Bouldermöglichkeiten in allen Graden, weitere schöne Spots befinden sich auf der Westseite der Insel Sv. Katarina .
Weiter südlich, bei Pula, stößt man auf die „Galebove Stijene“ („Taubenhöhle“), eine Grotte an der Küste, mit einem tollen Quergang durch eine Höhle (Stirnlampe einpacken) und auch einigen bereits definierten Routen. Aber auch sonst bieten die Felsen südwestlich des Hafenbeckens fantastische Möglichkeiten, um sich auszutoben.
Das Naturschutzgebiet Kap Kamenjak liegt an der südlichsten Spitze der istrischen Halbinsel und bietet nicht nur zwei große Bouldergrotten, sondern ist auch sonst einen Besuch wert.
Und auch die Gegend rund um Split bietet schöne Psicobloc-Gelegenheiten.

 

Deutschland
Ja, auch in Deutschland lässt es sich prima über dem Wasser klettern. Zwar sind die Spots vielleicht nicht ganz so spektakulär (auch darüber lässt sich streiten), bieten aber einen unschlagbaren Vorteil: Einen kurzen Anfahrtsweg.

Versucht euch also mal am Paradies- oder Kochelsee in Bayern oder in den Steinbrüchen von Löbejün bei Halle. Von letzteren gibt’s hier einen ersten Eindruck:

England
Auch die britische Insel bietet einige Felsen, die das Herz eines jeden Psicobloc-Fans höher schlagen lassen. So zum Beispiel Berry Head in der Grafschaft Devon, Barrel Zawn bei Pembroke in Südwales oder Lulworth Cove und Cave Hole in der Grafschaft Dorset – alle im Südwesten Englands.

Weitere tolle Deep Water Soloing Spots in Europa gibt es zudem auf Malta, an der Côte d’Azur in Frankreich (Cap d’Antibes, Coco Beach, Point de l’Aiguille) oder auf Sardinien (Italien).

Tipps für’s Deep Water Soloing

Abschließend noch ein paar Tipps für sicheres Deep Water Soloing:

  • Niemals alleine zum Deep Water Soloing gehen.
  • An jedem neuen Spot unbedingt die Bedingungen prüfen (Felsbeschaffenheit? Bei Höhlen: Zustieg? Felsen unter Wasser? Ausstieg aus dem Wasser? Wie sieht’s mit der Strömung aus? ) und am Besten einen mit dem Spot vertrauten Kletterer dabei haben oder zumindest befragen: Wie sind die Bedingungen? Was sind die Besonderheiten und Risiken des Spots?
  • Das Fallen ins Wasser, vor allem aus größerer Höhe, will gelernt sein. Im Idealfall taucht man kerzengerade ins Wasser ein. Auf jeden Fall zu Beginn ein paar geplante Stürze aus verschiedenen Höhen absolvieren und sich damit vertraut machen.
  • Ein Chalkbag aus Fleece oder Baumwolle macht wenig Sinn… genauso wenig, wie nur einen einzigen im Gepäck zu haben. Wird der Chalk nass, ist er nicht mehr zu gebrauchen, also unbedingt genügend trockene Reserve einpacken.
  • Mehrere Kletterschuhe können auch nicht schaden.
  • Evtl. eine Taucherbrille, um das Gebiet vorher ggf. auszutauchen.
  • An manchen Spots kann es sinnvoll sein, ein Seil am Ufer oder an der Steilküste zu befestigen, um bei Problemen schneller und sicher aus dem Wasser zu kommen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim DWS und freuen uns natürlich immer über Kommentare, neue Spots oder postet eure Bilder auf Facebook. Haut rein! 🙂

 

Boulder-EM 2015 in Innsbruck

BWC 2014 Copyright_Alexander Pauli

Es ist soweit: Am Mittwoch, 13. Mai, startet die Boulder-EM in Innsbruck:

Los geht’s am Mittwoch Abend mit einer Eröffnungsfeier, am Donnerstag starten dann die Qualifikationen. Freitag gibt’s die Halbfinale und am Samstag wird dann im Finale der bzw die Boulder-Europameister/in 2015 ermittelt.

Die deutsche Delegation reist mit jeweils Frauen und Sechs Herren nach Österreich: neben Mony Retschy, Alma Bestvater, Janka Meyer, Isabell Adolph, Bettina Aschauer, David Firnenburg, Simon Unger, Alexander Averdunk und Mathias Conrad sind natürlich auch die beiden “Boulderstars” Jan Hojer und Juliane Wurm mit von der Partie, die nach ihren Erfolgen im vergangenen Jahr mit zu den Top-Favoriten gehören. Aber die Konkurrenz ist auch nicht ohne: So werden sich die Österreicherin und Titelverteidigerin Anna Stöhr, der Österreicher Jakob Schubert, der Weltmeister aus Tschechien, Adam Ondra, die Französinnen Fanny Gibert und Melanie Sandoz oder der Niederländer Jorg Verhoeven sicherlich keineswegs einfach so geschagen geben. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja auch die ein oder andere Überraschung…

Der amtierende Europameister Kilian Fischhuber hat seine Wettkampkarriere vor dieser Saison beendet und tritt nicht mehr an. Er lässt sich das Spektakel jedoch nicht entgehen und wird am Samstag vor dem Finale vor seinem Heimpublikum verabschiedet.

Die Boulder-EM in Innsbruck ist ein großes Spektakel: Es werden rund 4000 Besucher erwartet, die auf der 500 Qudratmeter großen Tribüne die Boulderer bestens im Blick haben. Wer keine Karten mehr für das Finale bekommt, für den ist vielleicht das Public Viewing mit anschließender EM-Party in der Orangerie des Congress Innsbruck eine Option.

Wer leider nicht vor Ort sein kann, muss auf Live-Bilder jedoch nicht verzichten, für Halbfinale und Finale gibt es jeweils einen Livestream:

Boulder-EM in Innsbruck, Halbfinale Damen & Herren, Freitag, 15.05.2015

Boulder-EM in Innsbruck, Finale Damen & Herren, Samstag, 16.05.2015

Mehr Infos & Zeitplan:

www.innsbruck2015.eu
http://www.ifsc-climbing.org/

Mittwoch, 13.05.2015
ab 19:30 Uhr: EM-Opening Ceremony & Concert

Donnerstag, 14.05.2015
ab 10:00 Uhr: EM-Qualifikation Herren
ab 16:00 Uhr: EM-Qualifikation Damen

Freitag, 15.05.2015
ab 11:00 Uhr: MAMMUT Blocmaster Boulderjam (Jg 2005‐2002)
ab 18:00 Uhr: EM-Halbfinale Damen & Herren

Samstag, 16.05.2015
ab 11:00 Uhr: MAMMUT Blocmaster Boulderjam (Jg 2001 und älter)
ab 19:30 Uhr: EM-Finale Damen & Herren

Artikelbild ©  Alexander Pauli, http://www.innsbruck2015.eu