Crashpads und Boudermatten – kompakt die wichtigsten Informationen

Eine Bouldermatte ist ein besonders Gadget für Kletterer die ohne jegliche Sicherung klettern und darf auf keinen Fall in der Ausrüstung fehlen. Kletterer die ohne Sicherung klettern werden Boulderer genannt. Die Bouldermatte wird auch Crashpad genannt, was ihren Nutzen mehr verdeutlicht. Die Bouldermatte ist eine weiche bis harte Matte, die sehr dick gepolstert ist. Bei einem möglichen Sturz von einem Felsen wird man so, wenn man denn auf dieser Matte landet, vor Verletzungen geschützt. Des Weiteren ist diese Matte meist sehr leicht zu transportieren da sie faltbar und mit Transportgurten versehen ist. Crashpads müssen verschiedene Standards erfüllen. So muss jedes Crashpad zum Beispiel aus mehreren Schichten bestehen, wobei die oberste besonders hart sein muss, damit das Durchdringen auf den Boden und jegliche Verletzungen verhindert werden. Die unteren Schichten müssen hingegen weich sein, damit die Aufprallgeschwindigkeit kleiner gemacht wird und der Sturz für den Boulderer nicht ganz so schmerzhaft ist.

Typen von verschiedenen Crashpads

Es gibt sehr viele unterschiedliche Marken und dazu auch noch unterschiedliche Qualitäten der Crashpads. Es ist wichtig, dass man vor dem Kauf eines Crashpads überlegt welche Marke es sein soll und vor allem welcher Typ es sein soll.
Jedes Crashpad kann man bequem falten und mit einem Rucksackriemen an den Rucksack anbringen. Die Faltstelle ist bei jedem Crashpad so eingearbeitet, dass diese Stelle keinen Schwachpunkt für den Boulderer darstellt. Das heißt, die Faltstellen sind genau im 45 Grad Winkel in das Material eingeschnitten und vermeiden so jegliche Verletzungen auf Grund einer Faltstelle. Die Typen der Matten unterscheiden sich zum Beispiel in der Art wie man sie zusammenfaltet oder wie sie aufgebaut sind. Es gibt Modelle die zwei und auch Modelle die drei Schichten besitzen. Andere Crashpads haben zum Beispiel die Möglichkeit, dass man Sachen in ihnen verstauen kann, was für den Transport sehr günstig ist. Crashpads mit einem Flap Verschluss (das ist eine breite Lasche) haben diesen nützlichen Vorteil für Boulderer.
Je nach dem wie erfahren man in diesem Sport ist, sollte man abwägen welche Art von Matte die Beste wäre. So ist zum Beispiel eine Matte mit drei Schichten, die mit härterem Schaumstoff ausgestattet ist, viel besser für unebene Flächen als zweischichtige Modelle. Die Unebenheiten können von Pads mit nur zwei Schichten nicht richtig ausgeglichen werden und lassen das Verletzungsrisiko deutlich steigen. Sind die Unebenheiten allerdings nicht so stark ausgeprägt, so kann man sich auch auf zweischichtige Modelle verlassen. Sie sind ebenfalls gut gepolstert und bieten eine gute Sicherheit für jeden Boulderer.
Dennoch sollte man sich vor jedem Kauf auch noch überlegen, wie groß die Matte sein soll. Eine große Crashpad Matte bietet sicherlich mehr Landefläche, ist dennoch viel schwerer zu transportieren. Bei steilen Aufstiegen sind die sperrigen, großen Matten dann nicht mehr so sicher, wie sie eigentlich sein sollten, da sie auch zum Hindernis werden könnten. Das nächste wirklich wichtige Kriterium bei einem Kauf einer Bouldermatte stellt der Härtegrad da. Wichtig ist, dass dies abhängig vom Gewicht des Boulderer gemacht werden muss. Ein schwerer Boulderer wird einen viel härteren Aufprall haben als einen leichter. Deshalb sollte eine Bouldermatte für einen Boulderer mit hohem Gewicht immer härter sein. Je mehr Gewicht der Kletterer ohne Sicherungsmaßnahmen hat, desto härter sollte auch die Matte sein. Des Weiteren sollten die Matten für leichte Boulderer dennoch nicht zu weich sein, weil man bedenken muss, dass die Unebenheiten des Bodens damit auch noch ausgeglichen werden müssen.

Crashpads für Einsteiger
Für Einsteiger sollte man generell eher Crashpads empfehlen, die noch nicht für waghalsigsten Stunts und Stürze geeignet sind. Hier reichen vollkommen Crashpads mit nur zwei Schichten aus, da jeder Boulderer am Anfang nicht sofort die waghalsigsten Berge beklettern wird. Des Weiteren sollte jeder Einsteiger erst einmal üben und sehen ob dieser Sport wirklich was für einen ist. Zweischichtige Modelle sind also eher was für Einsteiger. Sie sind außerdem auch noch billiger als die Bouldermatten für Profis. Zudem sind sie leichter zu transportieren, da sie meist viel leichter sind als andere Crashpads. Wer gerade mit dem bouldern angefangen hat, der sollte wirklich aufpassen, bei seinen ersten Kletterausflügen.

Crashpads für Profis
Die Modelle für die Profis sind selbstverständlich schon einmal in den meisten Fällen in drei Schichten erhältlich. Bei Profiboulderen muss ein wirklich optimaler Schutz vor dem Aufprall geliefert werden, da es sonst zu sehr großen Verletzungen kommen kann. Boulderer die ihren Sport schon sehr lange ausüben, trauen sich auch mit der Zeit viel mehr zu und werden auch mutiger in ihren Kletteraktionen. Des Weiteren sind die Matten für Profis auch um einiges größer. Der Transport von den Matten ist dadurch zwar schwieriger, doch Profis können wahrscheinlich besser damit umgehen als nicht so erfahrene Boulderer.

Füllmaterialien der Crashpads
Wie bereits erwähnt beweisen Bouldermatten einen besonders guten Schutz gegen einen Sturz aus zwei bis drei Metern. Sie müssen dabei besonders robust sein. Bouldermatten bestehen zum größten Teil aus Schaumstoff der verschiedene Konsistenzen hat. Der Schaumstoff in den unteren Schichten ist hierbei besonders weich um die Geschwindigkeit des Aufprall zu minimieren und um Unebenheiten auszugleichen. Oberhalb der Matte ist es dann etwas härter. Vor dem Kauf sollte man die äußere Fläche der Matten auf ihre Festigkeit testen. Einige Modelle sind nämlich ziemlich rutschig und dies ist nicht besonders von Vorteil wenn es denn mal regnen sollte.

Pflege
Die Pflege der Crashpads ist denkbar einfach. Sie müssen einfach nur nach jeder Nutzung gereinigt werden. Dennoch sollten regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden, ob die Matte an manchen Stellen Risse aufweist oder irgendwo beschädigt ist. Sollte die Matte von Sturz zu Sturz weicher werden, sollte sie in keinem Fall mehr benutzt werden.

Verschiedene Marken von Bouldermatten
Natürlich gibt es bei den verschiedenen Marken von Crashpads auch einige preisliche sowie qualitative Unterschiede. Ein gutes Modell einer bekannten Firma ist zum Beispiel das Mammut Crashiano Pad. Mammut ist für seine gute Auswahl an Outdoor Produkten bekannt. Die dreilagige Schaumstoffmatte ist besonders für Profis geeignet. Weitere bekannte Marken wie DMM oder Ocun stellen ebenfalls gute Bouldermatten für Anfänger und erfahrene Bouldermatten her. Auf die Produkte von Moon Climbing kann man sich ebenfalls verlassen. Der Hersteller ist bekannt für die sehr guten Produkte im Bereich des Kletterns.

Training am Campusboard – die 3 effektivsten Übungen

Wenn es um das Kletter- und Bouldertraining geht ist das Campusboard nicht wegzudenken. Bei kaum einem anderen Trainingsgerät kann man isoliert die für das Klettern und Bouldern relevanten Muskelgruppen so gezielt  trainieren. Jeder der schon einmal in einer Kletterhalle war hat ein solches Board gesehen. Das  etwa 15-20 Grad überhängende Brett verfügt über Leisten mit verschiedenen Abmessungen und Rundungen.

[quote_colored name=”” icon_quote=”no”]Dabei kann man allgemein sagen, je kleiner und runder die Leisten desto härter Training und desto größer der Trainingseffekt[/quote_colored]

Training am Campusboard nur für Fortgeschrittene

Aber Achtung – das Training am Campusboard ist nicht ganz ohne und man sollte nicht am zweiten, oder dritte Klettertag gleich meinen, dass man jetzt reif für das Training am Board ist. Die Belastungen für den Muskel- und Sehnenapparat, aber auch für die Gelenke ist enorm. Speziell für Finger, Arme und Schultern stellt das Training ein komplett neuer Reiz dar, an den man sich langsam herantasten sollte. Für Einsteiger empfehlen sich zum Start Übungen an der Boulder- und Kletterwand oder klassische Übungen wie Klimmzüge und Liegestützen.

Tipps für Einsteiger

Wenn man mit dem Training beginnt, sollte man sich nicht gleich die kleinsten Leisten und Rundungen  herantasten, sondern den Reiz langsam steigern. Um Überlastungen zu vermeiden ist unser Tipp sich am Anfang von einem Partner unterstützen zu lassen, so dass dieser ein Teil des Gewichtes trägt (wie man es bspw. auch von Klimmzügen her kennt).

Muskelgruppen

Am Board werden ausschließen die Muskelpartien in den oberen Körperhälfte trainiert – insbesondere die Finger-, Unterarm-, Oberarm-, Schulter- und Rückenkraft . Der Vorteil des isolierten Trainings ist, dass man die spezifische Kraft sehr gut aufbauen kann, dadurch dass die unteren Körperpartien dabei komplett geschont werden, sollte man aber darauf achten, dass bei diesem reinen Krafttraining die Umsetzung der Kraft in die Kletterbewegung nicht zu kurz kommen darf.

Die 3 effektivsten Übungen

Das Campusboard bietet verschiedene Übungsformen an – die je nach Ausführung verschiedene Trainingseffekte erzielen. Die Intensität kann meist du die Wahl der Leisten entscheidend beeinflusst werden:

  • Statisches Halten: Die einfachste Übungsform ist das statische Halten. Man sucht sich eine passende Leiste aus und probiert an dieser eine bestimmte Zeit 30-60 Sekunden (oder für die ganz ambitionierten Minuten) hängen zu bleiben. Je kleiner die Leiste desto härter das Training.
  • Hangeln: Man hangelt an den Leisten hoch und hinunter. Zum Start kann diese Übung sehr hart sein, es empfiehlt sich, dass ein Partner das Körpergewicht, z.B. durch heben der Beine wegnimmt. Im Gegenteil kann man durch Gewichtswesten den Trainingszeit nochmals ordentlich pushen – empfiehlt sich aber erst bei sehr fortgeschrittenem Trainingsstand.
  • Dynamische Übungen: Königsdisziplin am Board sind die dynamischen Übungen. Hier greift man ein, oder beidarmig dynamisch weiter. Die Belastungen sind hier enorm und man sollte die Übungen nur dann machen wenn man weißt was man tut und auch den passenden Fitnesszustand hat.

Campusboard ins Training integrieren

Wichtig ist, dass man nicht völlig K.O. ans Campusboard geht, denn dann ist die Gefahr für Verletzungen am größten. Bevor man mit dem Training beginnt sollte man sich in jedem fall ausreichend warm gemacht haben und auch die am stärksten belastenden Körperpartien aufgewärmt und gedehnt sein (Finger, Schultern).

Die häufigsten Boulder- und Kletterverletzungen

[quote_regular name=”” icon_quote=”no”]Wie bei vielen anderen Sportarten auch kommt es auch beim Klettern immer wieder zu Sportverletzungen. Neben den akuten Verletzungen die durch Stürze etc. entstehen  sind aber Überlastungsschäden und Entzündungen der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder viel häufiger Anlass für Schmerzen beim Klettern und Bouldern. Vor allem für Anfänger ist es wichtig vorzubeugen und  übermäßige Belastungen zu vermeiden, so dass der erste Kletterspaß nicht gleich durch Verletzungen gedämmt wird. Einen großen Anteil an einer schmerzfreien Kletterei haben dabei das richtige Training sowie ein gesunder Rhythmus zwischen Be- und Entlastung. Zu den häufigsten Verletzungen beim Klettersport zählen die Sehnenscheidenentzündung und Ringbandverletzung.[/quote_regular]

Sehnenscheidenentzündung

Sehnenscheidenentzündungen gehören zu den Verletzungen mit denen sicherlich schon jeder ambitionierte Sportler und insbesondere Kletterer und Boulderer zu kämpfen hatten. Beim Bouldern und Klettern tritt die Verletzung primär an den Beugesehnen von Ringfinger und Mittelfinger auf. Dabei sind die Symptome relativ ähnlich zu denen einer Ringbandverletzung. Auch die Therapie ist ähnlich zu der bei einer Ringbandverletzung (siehe unten). Prophylaktisch kann man – nach Absprache und Einweisung eines Arztes – die entsprechenden Gliedmaßen tapen und bandagieren.

“Tennisarm” oder “Golfer-Ellenbogen” Epicondylus

Nicht nur Golfer und Tennisspieler haben immer wieder Probleme mit dem Ellenbogen – auch bei Kletterern tritt diese Verletzung (Epicondylus) an der Außenseite des Ellenbogens immer wieder auf. Als Therapie haben sich hier Salben, und Kälte-oder Wärmeanwendungen als hilfreich gezeigt. In jedem Fall sollte man dem Ellenbogen hier auch genügend Zeit zur Genesung lassen und klettertechnisch etwas kürzer treten.

Ringbandverletzungen

Die Ringbänder (lateinisch rigamentum anulare) sind ringförmige Verstärkungen der Sehnenscheiden an der Beugeseite der Finger-und Zehenglieder. Sie haben die Aufgabe, die Sehnen nahe am Knochen entlang zu führen, maximale Kraftübertragung und das Einrollen der Finger und Zehenglieder zu ermöglichen.

Beim Klettern werden diese Bänder vor allem beim Halten von extrem kleinen Griffen oder Leisten belastet – insbesondere wenn die Finger aufgestellt sind. Neben Leisten und kleinen Griffen sind Fingerlöcher ein anderer Griff indem die Ringbänder extrem belastet werden.

Das Ringband kann bei solchen Belastungen (an-) reißen oder sich überdehnen. Die Verletzung spürt man vor allem bei Belastung und äußert sich durch Bewegungseinschränkungen.

Bei der Therapie ein Ringbandrisses oder –anrisses hilft vor allem Ruhe. Zunächst sollte man den betroffenen Finger kühlen im Anschluss daran wird der Finger durch eine Schiene meist komplett ruhig gestellt. Nach der Ruhephase sollte man den Finger noch länger tapen und langsam wieder aufbauen. D.h. zunächst mit den Dehnungsübungen und Kraftübungen die Muskulatur am Finger wieder gezielt aufbauen. Leider kann der Heilungsprozess langwierig sein, weshalb man besonders beim Aufwärmen darauf achten sollte, dass die Finger gut gedehnt und vorbereitet sind. Ein Ringbandriss kann auch operativ geheilt werden, diese Variante wird aber kaum praktiziert.

Die Therapie eines Ringbandrisses oder Anrisses besteht in der Regel darin, den betroffenen Finger zu kühlen und anschließend vollständig ruhig zu stellen. Dabei wird der Finger mindestens für zwei Wochen geschient. Danach ist für einige weitere Wochen das Tapen angebracht, dem sich Bewegungs-und Dehnübungen, später auch wieder Kraftübungen anschließen. Bis zur endgültigen Ausheilung vergehen Monate. Eine operative Therapie wird nur in Ausnahmefällen erfolgen, besonders wenn mehrere Ringbänder eines Fingers betroffen sind und die Sehne dadurch sehr instabil wird.

Muskelverspannungen

Neben den größeren Verletzungen haben relativ viele Kletterer und Boulderer auch Probleme mit Muskelverspannungen (lateinisch Myogelosen). Die Verspannungen können sowohl beim Kletternden als auch beim Sichernden auftreten (hier meist Nackenprobleme durch das nach oben schauen beim Sichern). Abhilfe schaffen hier Massagen und Physiotherapie – bei kleineren Verspannungen hilft auch  aber auch ein einfach eine warme Wanne.

Grundsätzlich sollte man – wenn man nicht zu hohe Ambitionen im Klettern hat – sich bei Verletzungen schonen und eine kleine Kletterpause einlegen. Sollten die Schmerzen nicht besser werden empfiehlt es sich auch einen Arzt oder Physiotherapeuten aufzusuchen.

Insgesamt sollte man aber beim Klettern / Bouldern – wie bei anderen Sportarten eben auch – darauf achten, dass man sich gut aufwärmt und sich entsprechend dehnt, so kann man vielen Verletzungen aus dem Weg gehen.

Neue Hallen in Stuttgart, Jena und Siegen

Bouldern DAV-Kletterzentrum Stuttgart

Es tut sich ganz schön viel in den Kletterhallen der Nation – kurzer Rückblick auf’s vergangene Wochenende:

Das DAV-Kletterzentrum in Stuttgart hat seine neue Boulderhalle eingeweiht (Foto oben). Insgesamt stehen euch nun dort über 4600 Quadratmeter Kletterfläche zur Verfügung, davon 850 m² Boulderfläche. Zusätzlich zu den bisherigen Wandbereichen zum Selbst-Definieren (die natürlich bestehen bleiben), gibt es dort nun endlich auch sehr viele definierte Boulder – was vor allem Anfängern entgegen kommen wird. Damit dürfte sich das Kletterzentrum auch bei Boulderfans immer mehr einen Namen machen, auch wenn die neue Boulderhalle an die Boulderfläche des Climbmax natürlich nicht ganz herankommt.

Und auch in Jena gibt’s für Boulderer jetzt einen Plan B – nämlich DAS
Plan B. Seit einer gelungenen und vollen Eröffnungsfeier am 17. Januar stehen euch auf rund 500 Quadratmetern jede Menge Boulder zur Verfügung – und dasn an 365 Tagen im Jahr, immer von 10 bis 23 Uhr.


Weitere Spots in Jena:
>> Kletterzentrum Rocks in Jena-Nord
>> Kletterwand in der Imaginata

 

Alle guten Dinge sind drei – und so hat auch in Siegen die neue DAV-Halle eröffnet. Das Kletterzentrum am Effertsufer bietet Kletterern auf rund 580 Quadratmetern und bis in 16 Metern Höhe über 100 verschiedene Routen und einen eigenen Boulderbereich.

Ebenfalls noch grün hinter den Ohren ist übrigens auch die Schlüsselstelle in Siegen : Die Boulderhalle hat im Dezember eröffnet und lädt zum Bouldern & Kaffee trinken in einer alten Fabrikhalle.

Eisklettern in Österreich

Wer seinen Kletterwinter nicht in überfüllten Kletterhallen, schlechter Luft und Kunstgriffen verbringen will für den ist das Eisklettern die passende Alternative. Zwar muss man schon in den alpinen Raum aufbrechen um die passenden Reviere ausfindig zu machen, aber wenn man die Alpen vor der Haustüre gibt es in spannende Reviere um in diesem Sport durchzustarten – auch als Alternative oder zur Ergänzung zum klassischen Wintersport wie dem Skifahren.

[quote_colored name=”” icon_quote=”no”]Zahlreiche Gebiete mit guten Bedingungen zum Eisklettern bietet Österreich. Egal ob künstliche Eiskletteranlagen  oder  erstarrte Wasserfälle für jeden Geschmack gibt es hier die passen Routen.[/quote_colored]

Eisklettern in Kärnten

Das Maltatal gilt als das Eldorado für Eiskletterer in Kärnten – vom Einsteiger bis hin zum Profi findet jeder hier die passenden Reviere, die oft über kurze und gut zugängliche Zugstiege verfügen. Ein weiteres Revier steht mit dem  Nationalpark-Region Hohe Tauern zur Verfügung. Auch hier gibt es eine breite Variation von  leicht begehbaren Eisschluchten bis hin zu anspruchsvollen Mixed-Routen.

Eisklettern im im Salzburgerland

Die spektakulärsten Routen für Eiskletterkönner bietet das  Rauriser Talschluss Kolm Saigurn, welches mit seinen einmaligen  Eisfällen zu den besten Gebieten der gesamten Ostalpen zählt. Wer es eher ruhiger angehen lassen will oder die ersten Züge machen will für den sind die künstlichen Eistürme Uttendorf am Weißsee die passende Location. Mit dem Gasteinertal hat man noch eine weitere Option, um  in wunderschöner Natur dem Eisklettersport nachzugehen.

Eisklettern in Tirol

Tirol bietet verschieden Eiskletterreviere in den verschiedenen Täler, egal ob Ötztal, Kaunertal oder Pulstertal überall findet man bei den richtigen Witterungsbedingungen Eisklettermöglichkeiten. Wer auch Nummer sicher gehen will für den ist Eisarena am Pitztaler Gletscher in 2.800 m Höhe eine sichere Optionen und bietet  in den Wintermonaten über optimale Voraussetzungen und eine sehr hohe Eissicherheit.

Eisklettern in Vorarlberg

Speziell für Einsteiger bietet Vorarlberg das passende Terrain. Der  Eisklettergarten Lech am Arlberg ist wie gemacht für das Anfänger. Während der Saison und dem passenden Wetter kann man hier täglich zwischen von 15.30 bis 17.30 unter Betreuung dem Sport näher kommen. Doch auch für ambitionierte Kletterer bietet Vorarlberg die passenden gefrorenen Wasserfälle für einen uneingeschränkten Kletterspaß: so gibt es im  Klostertal- und Brandnertal die passenden Routen.

Eiskletter WM in Südtirol

In 10 Tagen ist es soweit und die weltbesten Eiskletterer treffen sich zu WM in Rabenstein im Passaiertal. Die aktuellen Bedingungen vor Ort sollen bestens sein und nach den witterungsbedingten Absagen in Bad Gastein zum Urban Ice steht dem Wettkampf in Südtriol nichts im Wege. Die Temperaturen sind auf einem Niveau wo die arbeiten am Eis bestens funktionieren.

Die Eiskletter-WM zählt für das Passeiertal zu einem der Topevents in diesem Jahr – entsprechend viel wird den Besuchern geboten.

Favoriten der WM

Bei den Herren deutet sich ein Duell zwischen Russland und Südkorea an. Die Tomilov-Brüder Maxim und Alexey prägen seit Jahren die Szene. Maxim Tomilov hat im vergangenen Jahr den Gesamtweltcup gewonnen und siegte auch vor zwei Jahren bei der Weltcuppremiere in Rabenstein.

Alexey Tomilov ist der Titelverteidige und tritt zur Titelverteidigung in Rabenstein an. Lachender Dritter könnte aber Hee Yong Park sein. Der Koreaner belegte 2013 in Rabenstein den zweiten Platz, aber der ehemalige Weltmeister hat im Passeiertal schon einmal den Sieg davongetragen. Das war 2012, als der ICEFIGHT noch ein reiner Einladungswettkampf war.

Bei den Frauen zählt Angelika Rainer zur den Topfavoriten. Die 28-jährige Meranerin hat die letzten drei Weltmeisterschaften gewonnen und möchte nun Titel Nummer vier holen – als Lokalmatadorin liegt dabei aber ein ganz besonderer Druck

Hauptkonkurrentin dürfte Woon Seon Shin aus Südkorea sein. Nicht zu vergessen ist die Konkurrenz aus Russland. Viele der weltbesten Top-Eisklettererinnen kommen aus Russland und ebenfalls heiß auf die WM-Krone. Angefangen bei Liudmilla Badalyan, der Siegerin der ersten Weltcupetappe der neuen Saison, oder Nadezhda Gallyamova.

An den drei Tagen ist in Meran und in Rabenstein ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Highlights geboten.

Wer sich die bisten Kletterer live anschauen will hier die Details zum Programm.

Das Programm der Eiskletter-WM in Rabenstein/Passeiertal:

Freitag, 30. Januar 2015 – Eröffnungsfeier in Meran/Thermenplatz

  • ab 10.00 Uhr: Publikumsklettern auf dem 15 m hohen mobilen Eisturm
  • 15.30: Beginn Moderation mit Martin Böckle und Deborah Sparber – Live-Musik mit Peter Santoni
  • 17.00: Offizielle Eröffnung und Tanzeinlage mit Breakdance – Gruppe
  • 17.25: Multivisionsshow mit Weltmeisterin mit Angelika Rainer
  • 18.15: Tanz Show mit LED Effekten.
  • 18.30: Speedkletterevent mit den 8 schnellsten Männern der Welt
  • 19.00: Modenschau
  • 19.40: Finale Speedkletterevent
  • 20.00: Siegerehrung und Feuershow

Der Kettensägenkünstler Manfred Brunner wird während des Eröffnungsevents in Meran sein Können am Thermenplatz zeigen.

Samstag, 31. Januar 2015 – Erster Wettkampftag in Rabenstein

  • 09.15: Qualifikation Damen und Herren
  • 14.00: Semifinale Damen
  • 16.30: Qualifikation Speed Herren
  • 18.00: Qualifikation Speed Damen
  • 19.20: Finale Speed Damen
  • 20.30: Finale Speed Herren

Sonntag, 1. Februar 2015 – Zweiter Wettkampftag in Rabenstein

  • 08.30: Semifinale Herren
  • 10.30: Frühschoppen mit der Rabensteiner Böhmischen
  • 12.45: Showeinlage Rahmenprogramm
  • 13.00: Athletenpräsentation
  • 13.30: Finale Damen und Herren (Die WM-Titel werden vergeben)
  • 15.30: Superfinale Bierkistenklettern
  • 15.45: Showeinlage Ski Freestyle und Paragleiter Acro
  • 15.50: Versuch eines Speedrekords auf dem 25m hohen Eisturm, Showeinlagen Ski Freestyle & Paragleiter
  • 16.45: Siegerehrung
  • 17.30: Abschluss mit Pyro Musicale (Feuer und Lichtshow) und DJ

Neue Kletterhalle für Bremen

Bereits Ende Dezember, nach gut 5 Jahren Hin- und Her und einem Haufen an Geld-, Brandschutz und Konkurrenzklageproblemen, hat man es bereits läuten hören: Anfang 2015 könnte es endlich losgehen mit dem Spatenstich für das neue DAV-Kletterzentrum in Bremen.

Und jetzt ist es in der Tat soweit: vergangene Woche wurde der Erbpachtvertrag mit der Stadt Bremen unterzeichnet, und somit geht’s wohl bald los auf dem Grundstück an der Robert-Hooke-Straße.

Geplant ist eine moderne Halle mit Innen- und Außenbereich auf rund 1400 m², mit eigenem Boulderbereich und einer maximalen Höhe von ca. 15 Metern. Die Halle liegt in unmittelbarer Nähe zur Uni und ist auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Bis es allerdings heißt „In die Halle – Fertig – klettern!“ wird sicherlich noch eine Weile ins Land gehen. Bis dahin müsst ihr euch an den altbewährten Kletter-Spots in Bremen vergnügen:

Der Bunker eröffnet im April wieder seine Saison, bis dahin dürfen an der Kletterwand im Freien nur noch Leute klettern, die Mitglieder sind, einen Transponder besitzen, eigenes Material mitbringen und die entsprechenden Kletterscheine (Vorstieg/Toprope) haben. Mit Saisonstart im April gibt’s dann auch wieder regelmäßige Öffnungszeiten, Materialverleih & Klettern auch für Nicht-Mitglieder. Kletterscheine (Toprope bzw. Vorstieg oder höherwertig) sind allerdings für jeden Kletterer Pflicht!

Alle Boulderfans wird es hingegen in die Linie 7 ziehen, eine von Deutschlands ältesten Boulderhallen. Auf knapp 1000 Quadratmetern Grundfläche gibt es regelmäßig neue Boulderprobleme zu lösen. Außerdem gibt es in der Linie 7 auch einen kleinen Seilkletterbereich, der allerdings hauptsächlich für Kletterkurse & Schnupperklettern genutzt wird.

 

Was glaubt ihr, wird das noch was mit einer Eröffnung des DAV-Kletterzentrums Bremen in 2015?

Flatlander Boulder Session 2015 – Wie stark ist der Norden?

Boulderer des Nordens, gebt Acht: Bald ist es wieder soweit. Flatlander, die Boulder Session Serie des Nordens, führt euch dieses Mal durch vier Boulderhallen in Hamburg, Braunschweig, Bremen und Hannover und bietet somit vier Mal die ultimative Gelegenheit, andere Boulderer und Schrauber kennen zu lernen und sich mit anderen zu messen.

Die Stationen im Überblick:
Los geht’s am 07.02. im FLASHH in Hamburg

danach folgen
28.02. Greifhaus, Braunschweig
21.03. Linie7, Bremen

Abschluss und Siegerehrung erfolgt dann schließlich am
18.04. im Bloc:werk, Hannover

Wie läuft’s ab?
Teilnahme ist ab 14 Jahren gestattet, Minderjährige benötigen eine Einverständniserklärung der Eltern.

Check-In ist ab 10 Uhr, gebouldert wird ab 12 Uhr, Schluss ist um 18 Uhr. Anschließend wird der Tagessieger gekürt. Die große Gesamtsiegerehrung erfolgt dann im Anschluss an die letzte Session in Hannover, dort werden auch die T-Shirts verteilt.

Modus & Wertung
Pro Termin gibt es 40 Boulder.
Tageswertung: Hier zählt die Punktesumme aller geschafften Boulder. Für jeden Top gibt’s 10 Punkte, jeder Flashh bringt euch 5 zusätzliche Punkte. Jeder Boulder wird natürlich nur einmal gewertet.
Gesamtwertung aller Sessions: Hier zählen die besten 3 Ergebnisse. Wer also alle vier Sessions besucht, bekommt die schlechteste Teilnahme gestrichen.

Alle Infos: http://www.flatlander.de/

Und zur Anmeldung geht’s hier entlang: http://www.climbercontest.de/flatlander2015/

Anmeldeschluss gibt es übrigens keinen, die Anmeldung ist somit auch noch vor Ort möglich – vorausgesetzt natürlich, es gibt noch genügend Startplätze für den jeweiligen Tag.

1. Norddeutsche Schrauber Contest – urban apes Kletterzentrum Lübeck

Ein Contest der ganz besonderen Art wartet am 1. Februar im urban apes Kletterzentrum Lübeck auf die Teilnehmer. Dieses Mal stehen nicht die Boulderer oder Kletterer im Mittelpunkt des Geschehens, sondern die Routenbauer – die doch bei so manch anderem Wettkampf eher im Schatten stehen.

Der Modus ist wie folgt – zunächst werden Griffe und Spots ausgelost an die Schrauber. Im Anschluss können die Routenbauer und -schrauber ihrer Phantasie freien Lauf lassen und die besten Sportkletterrouten im UIAA 5-8 Bereich an die Wände schrauben.

Im Anschuss bewertet das Publikum, das sich zuvor registriert hat, die Routen unter verschiedenen Gesichtspunkten:

  • Spaßfaktor der Routen
  • gleicher Grad für verschiedene Sportler
  • Routenverlauf
  • Anspruch/Kreativität der Route
  • Homogenität der Route

Die Anforderungen an die Routenbauer sind wie folgt: Kenntnis im Bereich der Selbstsicherung (es wird aus dem Seil geschraubt), eigenes Material (Grigri, Schlingen, Hand-/ und oder Akkuschrauber), sowie Erfahrung im Routenbau!

Anmeldung unter: luebeck[at]urbanapes.de

Zuschauer bzw. Kletterer, die im Anschluss die Routen bewerten wollen müssen sich nicht anmelden und dürfen die entstandenen Werke dann zwischen 13.00 und 17.00 Uhr bewerten.

Ganz umsonst sind die Mühen der Schrauber nicht – für besten Schrauber warten super Preise von Kletterlabels wie Benky, Rock Pillar, Globetrotter, Petzl, fritz-kola, CAC und einigen mehr, mit einem Gesamtwert von über 800 €.

15. “EIS TOTAL” Eiskletterfestival im Pitztal

TVB Pitztal

Eisklettern im Pitztal

Die Pitztaler Bergwelt gilt als eine der Toplocations für Eiskletterer schlechthin. Das Innerpitztal, aber auch das vordere Pitztal haben in den vergangenen Jahr einen sehr guten Ruf unter den Eiskletterern aufbauen können. Sowohl für Anfänger, wie auch Profis im Eisklettern stehen bei guten Witterungsbedingungen hier bis 30 Eiskletterrouten zur Verfügung.

Eis Total Festival
Am kommenden Wochenende findet im Pitztal das Eis Total Kletterfestival statt – bereits in der 15. Auflage treffen sich die Eiskletterer und Fans dieser Sportart. Das Event zählt zu einem der größten Eiskletterspektakel Österreichs und bietet den Sportlern ein buntes Programm – sowohl für Einsteiger als auch für die etwas geübteren Athleten.

Am Samstag und Sonntag können alle die neuesten Eiskletterprodukte der besten Ausrüsterfirmen wie Petzl, Black Diamond, AustriAlpin etc getestet werden. Zusammen mit staatlich geprüften Bergführern können Einsteiger erste Schritte im steilen Eis wagen – wer es lieber etwas ruhiger angehen lassen will für den sind die Workshops über Eisklettern, Iglubau etc vielleicht die bessere Wahl.

Geklettert wird bei dem Event an folgenden Locations:

Hier das Programm für das Wochenende

Freitag, 16.01.2015

  • -17:00-19:00 Uhr Anmeldung im Tourismusbüro Mandarfen
    Möglichkeit zum selbstständigen Rodelausflug zur Pitztaler Skihütte (Aufstieg ca. 30 min., Rodelverleih für Teilnehmer kostenlos)
  • -ab 20:00 Uhr im Hotel Andreas Hofer – Ausstellermesse mit Infos zum Eisklettern.
  • -20:30 Uhr Lichtbildervortrag “Senya Island” von Rudi Hauser, im Hotel Andreas Hofer

Samstag, 17.01.2015

  • ab 08.00 Uhr Transfer vom Eventcenter zu den einzelnen Eiskletterlocations im Pitztal, von hier aus betreutes Eisklettern bei 8 verschiedenen Stationen: ganztägiges Eisklettern, Iglubau, Eisbouldern und Drytooling im Testareal, Materialverleih, Workshops uvm.
  • ab ca. 15.30 Uhr “Get together” im Eventcenter mit Glühwein und Erfahrungsaustausch.

Sonntag, 18.01.2015

  • ab ab 08.00 Uhr Transfer vom Eventcenter zu den einzelnen Eiskletterlocations im Pitztal, von hier aus betreutes Eisklettern bei 8 verschiedenen Stationen: ganztägiges Eisklettern, Iglubau, Eisbouldern und Drytooling im Testareal, Materialverleih, Workshops, … Ende ca. 14.00 Uhr

Dabei ist man mit einem Teilnehmerbeitrag von € 49,- p.P für diesen Preis hat man Möglichkeit die neuesten Eiskletterprodukte der führenden Firmen ausgiebig zu testen und gemeinsam mit staatlich geprüften Bergführern erste Schritte im steilen Eis zu wagen und so vielleicht eine komplett neue Sportart entdecken.

Den Höhepunkt bilden der Vortrag von Rudi Hauser am Freitag abend sowie der Boulderwettbewerb am Samstag samt Eis Total Party.