Bouldern auf Sardinien – die besten drei Gebiete im Überblick

Bouldern ist in Sardinien zwar noch lange nicht so beliebt wie das Sportklettern, aber in den vergangenen Jahren konnten sich ein paar anschauliche Bouldergebiete auf der Mittelmeerinseln entwickeln.

Zu den bekanntesten Bouldergebieten gehört die Region Gallura mit den Städten Arzachena, Luogosanto und Tempio Pausania im Norden der Insel. Wenn man in Olbia ankommt, sei es mit der Fähre oder dem Flugzeug erreicht man diese Boulderspots mit ca. 1h Fahrt.

In Summe bietet Sardinien viel Potential für den Bouldersport. Die vielen Granitfelsen bieten eigentlich das perfekte Terrain für ausgedehnte Bouldersessions. Aktuell sind leider nur wenige Gebiete wirklich gut erschlossen und immer wieder gibt es Herausforderungen mit den Grundbesitzern zu meistern.
Neben dem Bouldersport bietet Sardinien aber das perfekte Terrain für Outdoorsportler. Egal ob Sportklettern, ausgedehnte Wanderungen oder Aktivitäten an den einmaligen Küstenlinie – Sardinien hat für jeden was zu bieten.

Bouldern in Gallura

In Gallura wurden in den vergangenen Jahren ein Reihe von Boulder erschlossen, maßgeblich verantwortlich dafür war ein von La Sportiva gesponserter Trip in dem eine Reihe von Topathleten Boulder erschlossen und topografiert haben. Vom Schwierigkeitsgrad ist für jeden Sportler in Gallura etwas dabei, los geht es bei Bouldern im vierten Schwierigkeitsgrad bspw in Olbia oder in Torre di Predes. Maximal kann bis zum 8a Schwierigkeitsgrad gebouldert werden.
Entsprechende Topografien für die Boulder gibt es im La Sportiva Guide – u.a hier kostenlos zum herunterladen:
In Summen gilt es in Gallura rund 180 Boulderprobleme zu lösen.

Nuoro Boulderspots

In der Abgeschiedenheit von Sardiniens Hinterland warten in Nuoro zahlreiche Boulderspots auf Euch. Mehr als 200 Boulderprobleme vom vierten bis zum 8 Schwierigkeitsgrad liegen hier in einer atemberaubenden Landschaftskulisse. Achtung – viele der Spots liegen auf privatem Besitz, besser man klärt den Zugang zuvor mit Locals oder den Grundbesitzern ab. Wer auf der Suche nach Locals und den passenden Topografien ist wird hier fündig: http://www.bloccobirra.com/domo.html

Cagliari Bouldern

Auch ganz im Süden den Insel in der Nähe der Hauptstadt Cagliari bieten sich zahlreich Spots für Boulderer. Auch hier ist die größte Herausforderung die, dass sich zahlreiche Spots auf privatem Besitz befinden und man hier in jedem Fall eine Erlaubnis haben sollte zu Bouldern. Öffentlich zugängliche Spots finden sich eigentlich nur in Furei, Monte Cresia und Rio Cannas. Die Topografien für diese Spots findet ihr auf der Website.

Das Leihen von Equipment ist auf der Insel auch eine Herausforderung genau genommen gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit sich auf der Insel mit Crashpads zu versorgen nämlich beim Agriturismo La Cerra im Norden des Insel. Ansonsten heißt es, dass das nötige Equipment auf die Insel mitgebracht werden muss.

Übernachten auf Sardinien

Übernachtungen auf dem Campingplatz sind eigentlich kein Problem für die Spots in Küstennähe (Cagliari, Gallura), hier gibt es eine große Auswahl an Campingplätzen und anderen Unterkünften. Etwas spannender ist die Situation im Hinterland bei den Spots um Nuoro. Hier ist die touristische Infrastruktur doch noch relativ unterentwickelt und man findet kaum offizielle Campingplätze.

In Summe lohnt sich Sardinien sicherlich für einen kleinen, aber feinen Bouldertrip. Ein großer Bonus ist sicherlich die Vielseitigkeit der Insel generell. Von Kultur über ausgedehnte Strandtage, an den einmaligen Badebuchten mit kristallklarem Wasser, ist für jeden etwas dabei.